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Provenienzforschung

Provenienzforschung

Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Herkunft von Objekten. Woher kommt es? Wem hat das Objekt gehört bevor es in den Besitz eines Museums, einer Bibliothek oder eines Archivs gelangte? Ziel ist es, alle Vorbesitzenden zu ermitteln.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der Bestände, die in der NS-Zeit in die Sammlungen gelangten oder aus kolonialen Kontexten stammen.

In der NS-Zeit wurde die jüdische Bevölkerung enteignet und ihr Besitz gelangte über den Kunsthandel, NS-Institutionen und Privatleute in die verschiedenen Sammlungen.

Sowohl aus ehemaligen deutschen Kolonialgebieten als auch aus anderen Teilen der Welt gelangten Objekte im Zuge des europäischen Kolonialismus in museale Sammlungen. Auch hier bedarf es der Erforschung und Klärung der historischen Hintergründe.

In enger Abstimmung mit der Zentralen Stelle für Provenienzforschung in Hessen hat es sich der Hessische Museumsverband zur Aufgabe gemacht, die Provenienzforschung an den hessischen Museen auszubauen und nachhaltig zu etablieren.

Geplant ist die Einrichtung eines Erst-Check-Modells, das gerade kleineren Museen Anhaltspunkte für einen Einstieg in die Thematik eröffnen soll.

Gern beraten wir Sie in allen Fragen zur Provenienzforschung und unterstützen Sie bei der Recherche in Ihren Beständen.

 

Umfrage zur Herkunft von Objekten aus außereuropäischen Kontexten in hessischen Museen und Sammlungen

Der Hessische Museumsverband führt eine Online-Umfrage zur Provenienzforschung und zur Herkunft von Objekten aus außereuropäischen Kontexten in den hessischen Museen und Sammlungen durch.

Was genau ist ein „kolonialer Kontext“? Welche Objekte haben eine koloniale Vergangenheit? Ist mein Museum von dieser Thematik betroffen? Wie lässt sich damit umgehen? Wie können sie erforscht und zugänglich gemacht werden?
Um Sie dabei unterstützen zu können, sich diesen Fragen anzunehmen, benötigen wir zunächst einen Überblick zu Umfang und Zusammensetzung dieser Bestände.

Wir laden Sie daher ein, uns ein paar Fragen zu beantworten und die Objekte in den Blick zu nehmen, die nicht aus Europa stammen. Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit, um diesen Fragebogen auszufüllen. Die Umfrage hilft uns, den Ist-Stand, aber auch Ihre Bedürfnisse kennenzulernen, unsere Angebote daran zu orientieren und um notwendige Unterstützung im politischen Raum zu werben.

Wir kommen auf Sie zu und senden Ihnen eine Einladungsmail mit einem Link zur Umfrage zu. Die Umfrage startet am 4. Mai und endet am 1. Juni. 

Ansprechpartnerin: Dr. Saskia Johann

 

Förderung von Provenienzforschungsvorhaben

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt wieder Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung im Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut" (NS-Raubgut) sowie im Förderbereich „Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ zur Verfügung.
Die nächste Antragsfrist für eine langfristige Förderung endet am 1. Juni 2021.

Ein Antrag für kurzfristigen Forschungsbedarf kann jederzeit eingereicht werden.

Die Antragsformulare und alle wichtigen Informationen zur Förderung finden Sie hier:

https://www.kulturgutverluste.de/Webs/DE/Forschungsfoerderung/Projektfoerderung-Bereich-Kulturgut-aus-kolonialem-Kontext/Index.html

https://www.kulturgutverluste.de/Webs/DE/Forschungsfoerderung/Projektfoerderung-Bereich-NS-Raubgut/oeffentliche-Institutionen/Index.html

 

Weiterführende Informationen zum Thema Provenienzforschung finden Sie unter:

 
 
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